
Warum wir aufhören mussten, „einmalige“ Badezimmerheizer herzustellen
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind für Elektronikgeräte äußerst ungünstig. Durch Dampf, Feuchtigkeit sowie das ständige An- und Ausschalten muss der Spiegelheizer von Anfang an gegen schwierige Bedingungen kämpfen.
In der Regel muss man nach fünf oder sechs Jahren einen neuen Heizer kaufen – schließlich ist es oft teurer, jemanden zu beauftragen, den alten Heizer aus der Wand zu entfernen. Das ist eine Verschwendung.
Deshalb haben wir beschlossen, die Bauweise dieser Geräte zu ändern.
Der „Plug and Play“-Ansatz
Die meisten Heizgeräte sind so konstruiert, dass man sie nur zerlegen kann, wenn ein Teil kaputt geht. Uns hat das nicht gefallen.
Stattdessen behandeln wir das Infrarotmodul wie ein austauschbares Element. Wir haben die fest verbauten Drähte durch standardisierte Schnellanschlüsse ersetzt.
Wenn nun ein Modul versagt, braucht man keine ganze Nachmittagszeit sowie Werkzeuge, um es zu reparieren. Man zieht einfach das alte Modul heraus, trennt die Kabel ab und setzt ein neues Modul ein. So wird eine mühsame Reparaturarbeit in eine Aufgabe von nur zwei Minuten verwandelt.
Details, die wichtig sind
Wir wollten, dass diese Heizgeräte sofort Wärme abgeben. Deshalb verwenden wir Kurzwell-Infrarotstrahlen. Dadurch wird keine Zeit mit dem Erwärmen der Luft im Raum verschwendet – die Wärme trifft direkt auf die Haut.
Aber es gibt ein Problem: Wenn so viel Energie in einen so kleinen Raum geleitet wird, entsteht viel Hitze an den Anschlussstellen. Wenn billige Bauteile verwendet werden, können die Anschlüsse oxidieren – oder sogar schmelzen.
Um das zu verhindern, verwenden wir nikelfliessierte Kontakte sowie Hochtemperaturkeramiken. Das klingt nach einem kleinen Detail – doch es macht den Unterschied zwischen einem Spiegel, der gleichmäßig heizt, und einem Spiegel, bei dem es kalte Stellen gibt, weil die Spannung sinkt.
Verhindern, dass die Geräte in die Müllhalde kommen
Kvartstuben verschleißen mit der Zeit. Der Faden wird dünner, das Glas wird trüb und die Wärmeleistung nimmt ab. Das ist einfach Physik.
Aber warum sollte das gesamte Gehäuse des Spiegels als Müll enden, nur weil eine Lampe kaputtgegangen ist? Indem wir den Heizelement vom Gehäuse trennen, sorgen wir dafür, dass das Gehäuse länger hält. Man wechselt einfach die Tube aus, überprüft, ob die Verkabelung in Ordnung ist – und schon hat man wieder die gleiche Wärmeleistung, ohne den hohen Preis eines neuen Geräts.